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Der Skulpturenweg
Seite 1 Seite 2 Seite 3 Entstehung
Das Schaf

Schafe gehörten lange Zeit zum Ortsbild von Hönningen. Fast alle Bauern hatten Schafe.

Bis zum Jahr 1964 gab es einen Dorfschäfer, der die Schafe des Ortes hütete. Im Winter ging er morgens durch das Dorf und sammelte seine Schäfchen ein, um sie tagsüber zu hüten. Mit einsetzender Dunkelheit kamen die Schafe zurück in die Ställe der Bauern. Im Sommer blieb die Dorfherde draußen auf den Feldern im sogenannten Auf den Feldern hinterließen sie ihren Kot als Dünger für die Felder. Die Grundstücksbesitzer zahlten für die Schafskoppel.

Die Kuh

Kühe gehörten bis in die 60 iger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Ortsbild von Hönningen.

Sie standen nicht wie heute im Stall und gaben reichlich Mich, nein sie waren als Zugtiere im Einsatz und sollten auch noch täglich 30 Liter Milch geben, was so gut wie unmöglich war.

Manche Kühe hatten so große Hörner, dass sie nur in den Kuhstall kamen, wenn sie den Kopf querdrehten.

Der Hund

Hunde waren und sind schon immer die Begleiter des Menschen. Früher war es selbstverständlich, dass zu jedem Bauernhof ein Hund gehörte. Heute gibt es mehr Hunde im Ort als früher. Der Hund ist heute ein Steuerzahler und wird vielfach verwöhnt wie ein Kind.

Die eigentliche Aufgabe des Wachhundes ist bei vielen nicht mehr gegeben.

Die Fledermaus

Die Fledermaus wäre fast zum Wappentier von Hönningen geworden, denn im Zuge der Planungen zur Ortsumgehung sorgte ein Bestand an Mausohrfledermäusen im Bahnhof Hönningen für Aufregung. Die geschützten Tiere sollten einen Überflugkäfig über die neue Straße bekommen, damit sie nicht von den Autos überfahren werden könnten. Doch plötzlich hatten die Fledermäuse eine Einsicht mit den Planern und spurlos verschwunden. So konnte die Umgehungsstraße im Jahr 2003 ohne die Käfigkonstruktion gebaut werden.

Ob in diesem alten Bunker Fledermäuse sind wissen wir heute nicht.

Begegnung

Zwei Individuen, jede in ihrem Erscheinungsbild, Hautfarbe und Charakter einzigartig, treffen aufeinander.

Ein Hohlraum trennt sie voneinander.

Gehen sie aufeinander zu ?

Dann nur durch gegenseitigen Respekt, Kompromissbereitschaft und Akzeptanz.

Oder entfernen sie sich?

Durch Starrsinn, Vorurteile oder sogar durch aufgeschürten Hass?

Das liegt in der Entscheidung des Betrachters.

Fisch

In der Nachkriegszeit, sogar bis in die 60 iger Jahre des letzten Jahrhunderts, wurden Forellen, Weißfische oder Rotfedern aus der Ahr geräubert. Anfangs war es Not, später für die Jugendlichen und einige Erwachsene ein Sport.

Die Fische wurden mit bloßer Hand, aber auch mit einer Gabel gefangen. Damit wurde der heimische Speiseplan bereichert.

Oft wurden die Jugendlichen beim sogenannten „Micken“ (Fischen) vom Aufseher erwischt, der dann fürchterlich schimpfte.

Es kam auch vor, dass sich die „Mick-Brüder“ (Wilden Angler) selbst mit der Gabel verletzten oder eine Wasserratte statt eines Fisches in der Hand hatten.

Das war sehr abenteuerlich, aber auch lustig!

Ahrtalbahn

Die Geschichte der Ahrtalbahn beginn t als Zweigstrecke der linken Rheinstrecke.

1880 führte das erste Teilstück von Remagen nach Ahrweiler.

1886 wurde die Bahn bis Altenahr und 1888 bis Adenau weitergeführt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Ahrtalbahn durch alliierte Angriffe und deutsche Sprengungen stark beschädigt

1951 wurde die Strecke wieder eröffnet

Im Juni 1985 wurde der Personenverkehr Kreuzberg – Adenau eingestellt.

Mit Scließung der Firma Klören im Jahr 199 wurde auch der Güterverkehr auf der Strecke eingestellt.

Die letzten Gleise von Ahrbrück nach Hönningen wurden am 10.Juli 2001 abgebaut.

Heute ist die Bahntrasse fast identisch mit der Ortsumgehung Hönningen, die im Mai 2003 freigeben wurde.

Rohling

Ich bin das Ausgangsmaterial für die Skulpturen, die von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Rentnern, so bearbeitet wurden, dass sie heute den Radweg zwischen den Ortsteilen Hönningen und Liers verschönern.

Ich bin ein roter Sandstein aus Ernzen in der Eifel.

Nur durch die fachliche Anleitung und die unendliche Geduld es Herrn Franz Maas – Steinmetzmeister aus Hönningen – konnten die Rohlinge so bearbeitet werden, wie sie jetzt am Radwanderweg als Kunstwerke zu sehen sind.

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