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Neue Tagespflege-Einrichtung für das Ahrtal

Eine neue Tagespflege-Einrichtung für das Ahrtal – was für viele pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen lange Zeit ein Traum war, soll nun Wirklichkeit werden. Denn mit Unterstützung des Gesundheitshilfswerks action medeor wird die Sozialstation Adenau-Altenahr künftig eine solche Einrichtung betreiben. Dazu soll ein neues Gebäude errichtet werden, und zwar im Ortsteil Liers in der Ortsgemeinde Hönningen – verkehrsgünstig gelegen genau in der Mitte der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr, den beiden kommunalen Trägern der Sozialstation.

Finanziert wird die neue Tagespflege-Einrichtung durch das Gesundheitshilfswerk action medeor, das seit den ersten Tagen nach der Hochwasserkatastrophe in der Fluthilfe im Ahrtal aktiv ist. Die „Notapotheke der Welt“, wie action medeor auch genannt wird, hat seit Juli 2021 bereits verschiedene Projekte in der Region unterstützt, darunter Übergangsräume für eine Apotheke und eine Arztpraxis in Kalenborn oder die Durchführung von Seniorennachmittagen in Rech. „Mit der Förderung der neuen Tagespflege-Einrichtung wollen wir einen nachhaltigen Beitrag dazu leisten, dass ältere Menschen, die nach der Flut ihr gewohntes Lebensumfeld verloren haben, wieder soziale Kontakte knüpfen und Begegnung mit anderen pflegen können“, begründen Alexandra Geiser und Markus Bremers von action medeor das Engagement des Hilfswerks, das dazu auch Spendenmittel des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ einsetzt.


Für die Sozialstation Adenau-Altenahr bedeutet die Errichtung einer Tagespflege ebenfalls einen wichtigen Schritt. „Wir schließen damit eine Lücke nicht nur im Angebot unserer Pflegedienstleistungen, sondern auch in der allgemeinen regionalen Versorgung für pflegebedürftige Menschen“, sagen Uwe Szymanski, Leiter der Sozialstation, und Jürgen de Temple, Vorsitzender des Fördervereins. „Die Tagespflege ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der stationären und der ambulanten Pflege. Sie ermöglicht den älteren Menschen die Erhaltung vorhandener Fähigkeiten und die Teilhabe an der Gemeinschaft. Und sie entlastet nicht zuletzt auch die Angehörigen“, so Szymanski. „Viele Familien sind auch zwei Jahre nach dem Hochwasser noch mit dem Wiederaufbau beschäftigt und suchen händeringend nach Möglichkeiten, ihre pflegebedürftigen Eltern tagsüber betreuen zu lassen. Jetzt endlich werden wir diese Möglichkeiten

schaffen.“


Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für die Tagespflege-Einrichtung waren die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr aktiv beteiligt, ebenso bei der Prüfung der baurechtlichen Rahmenbedingungen und der ersten Abstimmung mit anderen Behörden. „Wir sind froh, nach der Prüfung verschiedener Standort-Optionen in Liers nun einen optimalen Standort gefunden zu haben“, resümieren die Verbandsbürgermeister von Adenau und Altenahr, Guido Nisius und Dominik Gieler. „Wichtig war uns die gute Erreichbarkeit der Einrichtung von beiden Verbandsgemeinden aus“, schildert Nisius, der zugleich Vorsitzender des Zweckverbands der Sozialstation ist, „das war einer der Gründe, warum der Zweckverband sehr gerne grünes Licht für dieses Projekt gegeben hat.“


Das Gebäude für die Tagespflege-Einrichtung wird in Hönningen-Liers gleich neben dem Übergangs-Gemeindehaus entstehen. „Damit erreichen wir auch eine gute soziale Anbindung an die Aktivitäten im Ortsteil, und zwar über alle Generationen hinweg“, freut sich Jürgen Schwarzmann, Ortsbürgermeister von Hönningen. Geplant ist ein L-förmiges Gebäude, das neben einem großen Gemeinschaftsraum auch ein Wohnzimmer und Ruheräume für die betreuten Gäste vorhält. Hier soll nach den Planungen von Architekt Ralf Kriechel ausreichend Platz entstehen, um in Gemeinschaft zu kochen, zu essen, zu spielen oder einfach nur den Tag zu genießen – bei gutem Wetter auch auf der vorgesehenen Außenterrasse. Und natürlich wurde auch an den Hochwasserschutz gedacht: Das Gebäude wird komplett mit schottbaren Türen ausgestattet werden.


„Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses Projekt für die Pflegesituation in unserer Region ein deutlicher Qualitätssprung sein wird“, resümieren Guido Nisius und Dominik Gieler abschließend, „und wir sind froh, unseren Bürgerinnen und Bürgern demnächst eine deutlich verbesserte Pflege-Infrastruktur anbieten zu können. Unser Dank gilt dabei den Spenderinnen und Spendern von action medeor und Aktion Deutschland Hilft, die dies möglich gemacht haben."



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